Vergenzen

Unter Vergenzen (Konvergenz und Divergenz) versteht man die Ein- und Auswärtsbewegungen der Augen, die bei Blickabstandsänderungen dafür sorgen, dass sich die Fixierlinien beider Augen im angeblickten Objekt treffen = beide Augen fixieren den selben Punkt.

Doppeltsehen, einäugiges Sehen, Ermüdung

Mangelhafte Augenbewegungen (Folgebewegungen und Blicksprünge) lassen ordentliche Vergenzen gar nicht erst zu, oder aber sie funk­tionieren nur innerhalb sehr geringer Bandbreiten mit entsprechenden Beschwerden. Häufige Klagen betreffen ein schnelles Ermüden, verursacht durch teilweises Unter­drücken des Seheindruckes eines Auges oder auch gelegentliches kurzzeitiges Doppeltsehen.

Weichen die Augen von der geforderten Blickrichtung ab, so dass sie durch ein stän­diges Nachstellen der äußeren Augenmuskeln korrigiert werden müssen, so handelt es sich um eine Phorie/Winkelfehlsichtigkeit.*

Prismengläser helfen nicht immer

Phorien können ebenfalls erhebliche Anstrengungsbeschwerden verursachen. Sie sind (vor allem vor dem 12. Lebensjahr) je nach Belastung häufigen und starken Schwankungen unterworfen, so dass eine messtechnische Erfassung schwierig und eine Korrektur mit prismatischen Brillengläsern mitunter nicht oder nur in Kombina­tion mit einem optometrischen Visualtraining möglich ist.

Beispiel Störung Konvergenz/Divergenz

Beispiel für den möglichen (kurzzeitigen und sich ständig ändernden) Seheindruck bei unzureichender Konvergenz/Divergenz:

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